Basenreiche Eiweißlieferanten

Eiweiß ist ein echtes Multitalent: Es sorgt für starke Muskeln, ein gutes Immunsystem und unterstützt dich auf deinem Weg zu mehr Energie und Wohlbefinden. Aber wusstest du, dass es auch eine Rolle spielt, ob deine Eiweißquellen basisch oder säurebildend sind?
Wir zeigen dir, warum Proteine so wichtig sind, wie sich pflanzliche und tierische Quellen unterscheiden, und stellen dir unsere Top-6 basischen Eiweißquellen vor.
Warum ist Eiweiß wichtig für den Körper?
First things first: Ohne Eiweiß läuft nichts in deinem Körper. Es sorgt für den Aufbau und die Reparatur von Zellen, hält Haut, Haare und Nägel gesund und spielt eine entscheidende Rolle für deinen Stoffwechsel. Auch für die Hormonproduktion und das Immunsystem ist der Makronährstoff unverzichtbar.
Dementsprechend solltest du darauf achten, möglichst viele und hochwertige Eiweißquellen in deine Ernährung zu integrieren. Dabei kannst du dich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren. Sie schlägt Erwachsenen zwischen 19 und 65 Jahren vor, täglich 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen.
Was du dabei immer im Hinterkopf haben solltest: Damit das Säure-Basen-Verhältnis in deinem Körper im Gleichgewicht bleibt, gilt es möglichst viele pflanzliche Eiweißquellen in deinen Speiseplan zu integrieren. Darüber hinaus gilt es, auf eine gute Balance zwischen Fleisch- und Milchprodukten und pflanzlichen Alternativen zu achten. Wir erklären dir gleich, warum.
Pflanzliches Eiweiß vs. tierisches Eiweiß
Rindersteak, Quark, Wurst und Co. gelten als gute Proteinlieferanten. Was ist besser für dich und deinen Säure-Basen-Haushalt: pflanzliches oder tierisches Eiweiß?
- Pflanzliches Eiweiß punktet mit einer guten Basenbilanz. Es steckt in Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten oder in grünem Gemüse wie Spinat, Brokkoli und Kohl und bringt zusätzlich Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe mit.
- Tierisches Eiweiß liefert zwar alle essenziellen Aminosäuren, ist aber säurebildend – besonders Fleisch, Wurst und Käse.
In puncto Säure-Basen-Haushalt solltest du also pflanzlichen Eiweißquellen in jedem Fall den Vorteil geben. Das bedeutet nicht, dass du gänzlich auf tierische Produkte verzichten musst. Aber: Die Dosis machts.
Unser Tipp: Kombiniere pflanzliche und tierische Eiweißquellen clever, um deinen Körper mit allem zu versorgen, was er braucht – ohne dabei deinen Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wenn du tierische Produkte isst, greif jedenfalls zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und achte darauf, die Hälfte deines Tellers mit basischen Lebensmitteln zu füllen.
Unterstützung für eine basische Ernährung
Mehr Tipps zur basischen Ernährungsweise gefällig? Wir haben die wichtigsten Inhalte, Fragen und Materialien auf einer Seite übersichtlich für dich zusammengefasst – Ernährungspläne, Einkaufslisten und Lebensmitteltabellen inklusive.
Basenreiche Eiweißquellen – unsere Top-6
Es gibt jede Menge basenreiche Eiweißquellen, die nicht nur gesund, sondern auch richtig lecker sind. Im Folgenden findest du unsere sieben Favoriten – Zubereitungsempfehlungen inklusive.
1. Grüne Bohnen
Mit rund 2 Gramm Protein pro 100 Gramm sind grüne Bohnen eine leichte Eiweißquelle. Sie enthalten außerdem viel Vitamin C, Ballaststoffe und Folsäure, was sie für eine ausgewogene, basische Ernährung besonders attraktiv macht. Ein Grund, das frische und knackige Gemüse häufiger in den Speiseplan zu integrieren.
Perfekt für: Beilagen, in Eintöpfen oder in Salaten
2. Sojabohnen
Sojabohnen punkten mit stolzen 12 Gramm Protein pro 100 Gramm (getrocknet) und sind eine der besten pflanzlichen Eiweißquellen. Sie enthalten zudem wertvolle Isoflavone, Eisen und Magnesium. Ihr nussiger Geschmack ist vielseitig einsetzbar.
Perfekt für: Suppen, Bratlinge und Eintopf
3. Spinat
Spinat liefert etwa 3 Gramm Protein pro 100 Gramm und ist reich an Eisen, Kalzium und Vitamin K – alles wichtige Nährstoffe für starke Knochen und gesunde Blutbildung. Sein milder Geschmack macht ihn sowohl roh als auch gekocht zu einem Favoriten.
Perfekt für: Smoothies, Quiches oder als Beilage zu Pasta
4. Kohlgemüse
Kohlgemüse wie Brokkoli, Grünkohl oder Weißkohl liefert etwa 3 bis 4 Gramm Protein pro 100 Gramm und ist eine großartige Quelle für Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Mit seinem leicht süßlichen bis würzigen Geschmack ergänzt es viele wärmende Gerichte – gerade in der Winterküche.
Perfekt für: Suppen, Aufläufe oder als Ofengemüse
5. Pilze
Pilze enthalten rund 3 Gramm Protein pro 100 Gramm und sind reich an B-Vitaminen, Selen und Antioxidantien. Ihr herzhaftes Aroma macht sie zu einer beliebten Zutat in vielen Gerichten.
Perfekt für: Risotto, Suppen, Pilzpfannen oder als Belag für Pizza
6. Kartoffeln
Kartoffeln liefern etwa 2 Gramm Protein pro 100 Gramm und punkten mit einem hohen Gehalt an Kalium, Vitamin C und komplexen Kohlenhydraten, die lange satt machen. Ihr milder Geschmack macht sie zu einem vielseitigen Grundnahrungsmittel.
Perfekt für: Püree, Ofenkartoffeln, Bratlinge oder knusprige Bratkartoffeln
Gesunde Eiweißlieferanten in der basischen Ernährung
Mit diesen Infos im Gepäck fällt es dir garantiert einfacher, deine Gerichte mit eiweißreichen, basischen Lebensmitteln aufzupeppen. Sojabohnen, Kohlgemüse, Pilze und Co. lassen sich dabei variantenreich zubereiten.
Du brauchst Anregungen, wie du diese Proteinspender lecker und ansprechend zubereiten kannst? Dann schau in unserer Rezeptrubrik vorbei. Dort findest du jede Menge Inspiration für schmackhafte, leichte und sättigende Gerichte – für mehr Wohlbefinden und Leichtigkeit.