¹ Im Folgenden werden die Anzeichen einer Übersäuerung als „Symptome“ bezeichnet. Da es sich bei einer Übersäuerung um keine Erkrankung handelt, ist der Begriff „Symptome“ für die Auswirkungen eines Säure-Überschusses nicht ganz treffend. Dennoch: Die körpereigenen Säure-Basen-Ausgleichsysteme benötigen regelmäßige Regeneration, um die gesunde Körperfunktion aufrecht zu erhalten. Eine dauerhafte Beanspruchung ohne Regeneration kann sich durchaus negativ bemerkbar machen.
Bei einer langanhaltenden Säure-Basen-Dysbalance können unangenehme Folgen auftreten, die es gegebenenfalls mit einem Arzt abzuklären gilt. Wir informieren dich über mögliche Anzeichen eines Säureüberschusses und erläutern, wie du feststellen kannst, ob bei dir eine Übersäuerung vorliegt.
Die Folgen eines Säureüberschusses
Ist der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht geraten, bleibt das nicht ohne Folgen. Normalerweise können diverse Regulierungs- und Puffersysteme ein Zuviel an Säure im Körper rechtzeitig ausbalancieren. Sind diese Ausgleichsmechanismen allerdings erschöpft, kann dies zu geringfügigen Verschiebungen des pH-Wertes innerhalb des Normbereiches führen. Überschüssige Säuren werden auch im Bereich zwischen den Körperzellen – v.a. im Bindegewebe – abgelagert.
Diese Zone ist aber ein wichtiger Transportweg für diverse Stoffwechselvorgänge. Durch die vermehrte Säure-Beladung sind die Passierstellen beeinträchtigt. Die Folge: Damit können auch verschiedene Funktionen im Körper wie z.B. der Energiestoffwechsel verlangsamt werden.

Erste Anzeichen von Übersäuerung
Eine chronische Übersäuerung kann sich auf das Allgemeinbefinden auswirken. Schon geringfügige Verschiebungen des pH-Wertes in den sauren Bereich und erschöpfte Pufferkapazitäten schränken die Stoffwechselaktivitäten ein, was sich unter anderem auf den Energiestoffwechsel auswirkt. Die ersten Anzeichen sind dabei oft eher unspezifisch. Vielmehr zeigt sie sich in Begleiterscheinungen, deren Ursachen vielfältig sein können.
Darunter:
- Müdigkeit und Erschöpfung
- verringerte Leistungsfähigkeit
- erhöhte Stressempfindlichkeit
- Konzentrationsschwäche
- Nervosität und Stimmungsschwankungen
Einfluss auf das Bindegewebe
Das Bindegewebe ist aufgrund seiner Struktur in der Lage, Säuren zu binden. Bei einer chronischen Übersäuerung sammeln sich die Säuren im Bindegewebe. Das wiederum hat zur Folge, dass dort gelagerte Wassermoleküle, die für die Elastizität und Flexibilität des Gewebes notwendig sind, verdrängt werden.
Die Folgen:
- Das Bindegewebe verliert an Elastizität.
- Es kann sich Cellulite/Orangenhaut bilden.
- Es erfolgt oft eine eingeschränkte Versorgung der Haut mit Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen.
- Die Belastungseigenschaften von Knorpeln, Bändern und Sehnen können beeinträchtigt werden.
Ein Säureabbau – etwa durch eine Basenfastenkur oder eine Umstellung auf eine basische Ernährungsweise – kann die Struktur der Haut positiv beeinflussen.

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Einfluss auf die Knochengesundheit
Knochen sind körpereigene Basenspeicher. Wenn die Kapazitäten unserer Säure-Basen-Ausgleichssysteme erschöpft sind, greift der Organismus auf diese Basenvorräte zurück. Etwa werden basische Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium aus den Knochen herausgelöst, um die Säuren zu neutralisieren. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Knochenfestigkeit. Zugleich werden durch einen Säureüberschuss im Körper auch knochenaufbauende Knochenzellen in ihrer Aktivität gehemmt und knochenabbauende Zellen gestärkt. Langfristig kann dies unsere Knochenstabilität beeinflussen.
Symptome & Folgen einer Übersäuerung: FAQ
Was hilft bei Übersäuerung?
Eine Übersäuerung des Körpers lässt sich durch die Zufuhr basischer Mineralstoffe mit der Ernährung ausgleichen.
Möglichkeiten, wieder in Balance zu kommen:
- Umstellung auf eine basische Ernährung
- Basenfastenkur
- Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln
Nutze diese Möglichkeiten, um deinen Körper bei der Regulierung von überschüssigen Säuren zu unterstützen!
Gibt es auch einen Basenüberschuss?
Nein, da bei einer gesunden Nierenfunktion überschüssige Basen vom Körper einfach ausgeschieden werden.
Wie kann man Übersäuerung messen?
Es gibt aktuell vier Arten, einen Säureüberschuss im Körper zu messen:
- Netto-Säureausscheidung im 24-Stunden-Sammelurin feststellen
- Jörgensen-Methode, welche die Pufferkapazitäten im Blut ermittelt
- Sander-Methode, eine Kombination aus Urin-pH- und Pufferkapazität des Urins
- Erstellung eines klassischen Ernährungsprofils und dessen Auswertung mit Hilfe einer Nahrungsmitteltabelle nach dem PRAL-Wert
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